KOS Typo3
 Home  Die Fanprojekte 

Jena (1991)

FP-Logo

Das Jenaer Fanprojekt, das bereits seit 1991 tätig ist und seit Juni 1998 in freier Trägerschaft besteht, feierte im Herbst 2011 mit einer Festwoche sein 20-jähriges Bestehen und kann auf eine eindrucksvolle Bilanz seiner Arbeit zurückblicken.

Mit ihren sozialintegrativen Angeboten erreichen die Mitarbeiter eine für lokale Verhältnisse sehr große Anzahl jugendlicher Fans, die mehrheitlich eine enge Bindung an den Verein haben. Das hohe Maß an ehrenamtlichem Engagement der Jenaer Fans und ihre positive Haltung zum Fanprojekt wird in der Mithilfe bei der Renovierung „ihres“ Fanprojekts wie auch bei der aktuellen Gestaltung der Räumlichkeiten oder der Entwicklung eigener, hier durchgeführter Veranstaltungsformate („Ultra-Kino“) durch die rege Gruppe der Ultras deutlich. Auch nach der Schaffung eigener Räumlichkeiten der Ultras stellt das Fanprojekt mit (mindestens) einem wöchentlichen Treff einen festen Anlaufpunkt der wichtigsten Zielgruppe dar. Die Ultras sind zudem – mit Unterstützung des Fanprojekts – bei der optischen Gestaltung des Stadions und des Stadiongeländes aktiv. Insgesamt genießt die Fanszene gerade aufgrund ihres kreativen Engagements ein hohes Ansehen in der Stadt sowie der Region.

Erwähnenswert sind auch die Verknüpfungen von innovativen Ansätzen der Jugendarbeit, verbunden mit dem Brückenschlag zwischen jungen und älteren Generationen, über die Tradition des Thüringer Fußballvereins. So beherbergt das Jenaer Fanprojekthaus das „Bernsteinzimmer“, ein Fußballmuseum. Viele der dort ausgestellten wertvollen Exponate galten zwischenzeitlich als verschollen.

Die Fanprojektmitarbeiter arbeiten eng mit dem Verein für integrative Arbeit Hintertorperspektive e. V., der im Jahr 2009 als zweiter Preisträger des Julius-Hirsch-Preises des DFB ausgezeichnet wurde, und der Fanabteilung (Supporters Club) des FC Carl Zeiss Jena zusammen. Der in Jena von den Projektmitarbeitern aktiv unterstützte Auf- und Ausbau institutioneller Jugendhilfen-Netzwerke (AG Jugendarbeit, Arbeitskreis Streetwork, Sportjugend) darf ebenso wenig unerwähnt bleiben wie die Mitarbeit am Runden Tisch für Demokratie der Stadt Jena im Stadtprogramm gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Antisemitismus und Intoleranz, im Jenaer Aktionsbündnis gegen Rechts sowie auch im Bürgerbündnis gegen Rechts im (benachbarten) Weimarer Land. Auch beim Aufbau weiterer Fanprojekte in den neuen Bundesländern war das Jenaer Projekt in einer Beratungsfunktion aktiv beteiligt und konnte seine Erfahrungen produktiv einbringen.

Neben den genannten Schwerpunkten ist zudem der Betrieb des Streetsoccer-Mobils zu nennen, das vorrangig in sozialen Brennpunkten ohne sonstige kind- und jugendgerechte Bewegungsinfrastruktur sowie als Alternativangebot gegen eine rechte Dominanzkultur im Weimarer Land eingesetzt wird.

Das Jenaer Fanprojekt ist ein beispielhaftes Modellprojekt für eine innovative und pragmatisch-kooperative Arbeit im Sinne der betroffenen – oder auch: profitierenden – Zielgruppen. Dank der Bezuschussung durch den Lizenzfußball (DFB bzw. DFL), der kontinuierlichen kommunalen Zuschüsse im Rahmen des Jugendförderplans der Stadt Jena und nicht zuletzt dank der Förderung durch das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie bund Gesundheit konnten die Arbeitsbedingungen des Fanprojekts erheblich stabilisiert werden. Aktuell arbeiten im Projekt drei Hauptamtliche.

Fanprojekt Jena e. V.

Lutz Hofmann, Christian Helbich, Matthias Stein (Leitung)

Oberaue 4
07749 Jena

Tel (03641) 47 85 90
Fax
(03641) 76 51 23

E-Mail FPJena(at)aol.com
Homepage
www.fanprojekt-jena.de

© 2009 Koordinationsstelle Fanprojekte | Impressum

Die Fanprojekte


KOS-Partner:
BAG-Fanprojekte