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Die Fanprojekte 
Am 17. Oktober 2007 wurde in den Räumen des 1. FC Kaiserslautern offiziell der Start des Fanprojekts verkündet. Bereits zum 1. November begann dann die sozialpädagogische Fanarbeit nach den Richtlinien des Nationalen Konzepts Sport und Sicherheit (NKSS). Der letzte Anstoß für die Realisierung des Projekts war die positive WM-Erfahrung der Stadt Kaiserslautern mit der von der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) durchgeführten Fan- und Besucherbetreuung. Weil dabei auf die bestehenden und bewährten Strukturen der bundesweit vernetzten Fanarbeit zurückgegriffen wurde, fand so auch die lokale soziale Arbeit ihre Lobby in der WM-Ausrichterstadt.
Die Leitung des Fanprojekts übernahm Diplom-Sozialarbeiter Erwin Ress, der zuvor bereits 15 Jahre als Streetworker in der Arbeit mit Fußballfans tätig war. Für die ehemals tätige Yvonne Bräunig wird ab dem Oktober 2012 Christine Morgenstern mit einer Vollzeitstelle im Projekt tätig. Diese Vollzeitstelle wird zu 50 Prozentvon der Agentur für Arbeit Kaiserslautern mitfinanziert. Somit ist das Fanprojekt zusätzlich an der Umsetzung des Kooperationsprojekts Pro Ausbildung zwischen der Arbeitsagentur und dem Verein 1. FC Kaiserslautern beteiligt. Die Trägerschaft des Projekts hat sich im vergangenen Jahr geändert: Seit dem 1. September 2011 ist die neu gegründete AWO Südwest gGmbH für das Fanprojekt zuständig. Die AWO Südwest ist eine Kooperation der Landesverbände Pfalz, Rheinland und Saar.
In seiner Region ist der 1. FC Kaiserslautern unangefochten der Sympathieträger Nummer eins. Dementsprechend groß und überwiegend ländlich ist das Einzugsgebiet der Fanszene des FCK, die zu den größten und aktivsten bundesweit zählt. Die Mitarbeiter/innen betreuen die Fans des FCK bei Heim- und Auswärtsspielen und unterstützen sie bei der Planung und Durchführung von eigenen Aktionen und Veranstaltungen. Auf Wunsch werden die Fans bei Behördengängen und Anwaltsterminen begleitet. Bei Konflikten zwischen Fans und der Polizei, Ordnungskräften oder anderen Fangruppen versucht das Fanprojekt zu vermitteln. Zudem bietet es auch Hilfe und Unterstützung an bei individuellen Problemen abseits des Fußballs wie Schule, Familie, Beruf usw.
Das Fanprojekt Kaiserslautern versteht sich prinzipiell als Anlauf-, Vermittlungs- und Drehpunkteinrichtung für jugendliche und jungerwachsene Fußballfans. Die Arbeit ist einzelfallorientiert, gruppenorientiert sowie präventiv und will Vorurteile gegenüber Fußballfans bei Vereinen, Polizei oder Behörden abbauen und gleichzeitig gemeinsam mit den Fans dazu beitragen, dass Gewalt und Rassismus aus der Fanszene selbst heraus bekämpft werden.
Die Angebote des Fanprojekts stehen jedem offen. Die Kontaktaufnahme zu den Mitarbeiter/innen ist immer freiwillig. Diese sind allen FCK-Fans gegenüber aufgeschlossen, gleich welcher Nationalität sie sind oder welche Probleme sie haben. Die Mitarbeiter/innen sind parteilich, d. h. sie verstehen sich als „Anwälte“ der Fans. Wer die Angebote des Fanprojekts in Anspruch nimmt, genießt absoluten Vertrauensschutz, da die Mitarbeiter/innen ihre Schweigepflicht ernstnehmen. Die Arbeit ist transparent, alle Schritte werden mit den Beteiligten besprochen und abgestimmt.
Außerhalb der Spieltage sind die Mitarbeiter/innen in den Räumlichkeiten des Fanprojekts anzutreffen und stehen dort auch nach Absprache für Einzelgespräche zur Verfügung. Die Räumlichkeiten bestehen neben Büro und Küche aus zwei zusammenhängenden Aufenthaltsräumen. Diese wurden durch aktive Fans selbst gestaltet.

Erwin Ress (Leitung), Christine Morgenstern
Pariser Str. 23
67655 Kaiserslautern
Tel 0631 31606-17 oder -18
FAX 0631 3160619
Mobil 0175 2994960 oder 0175 2994958
E-Mail awo_fanprojekt_kl@gmx.de
Pro-Ausbildungs-
E-Mail fp-proausbildung-kl(at)gmx.de
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23.10.2007
Neues Fan-Projekt in Kaiserslautern