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Leverkusen (1996)

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Das Fanprojekt Leverkusen ist seit vielen Jahren aufgrund seines Wirkens im Rahmen der Jugendsozialarbeit für die Leverkusener Fußballanhänger ein wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil im Umfeld von Bayer 04 Leverkusen.

Die Arbeit umfasst die bedürfnisgerechte Einrichtung eines Fanhauses und den dort angebotenen offenen Fantreff, die Begleitung zu Heim- und Auswärtsspielen, die Durchführung von Erlebnisreisen und Jugendfreizeiten für junge Fans (U16), die Kooperation mit anderen Fanprojekten, aber auch die Organisation diverser Diskussionsveranstaltungen zwischen Fans, Funktionären und Spielern oder die Beratung und Vermittlung bei privaten und anderen Problemen. Besonders hervorzuheben ist dabei die konstruktive und enge Zusammenarbeit mit der vereinseigenen Fanbetreuung von Bayer 04 Leverkusen.

Mit Daniela Frühling verfügt das Fanprojekt seit Anfang 2011 über eine zweite hauptamtliche Mitarbeiterin. So konnte die Mädchenarbeit mittlerweile intensiviert werden, die neben einem regelmäßigen Fußballangebot auch viele Freizeitaktivitäten außerhalb des Fußballs beinhaltet. Das Fanprojekt hat in Leverkusen durch seine intensive Netzwerkarbeit eine hohe Anerkennung als Institution der örtlichen Jugendarbeit erlangt. Dies wird durch die Mitarbeit in diversen städtischen Arbeitskreisen und weiteren Netzwerken der Jugendhilfe unterstrichen.

Der aus Perspektive der Jugendhilfe kritikwürdigen Vorgehensweise vieler Vereine bei der verstärkten Verhängung bundesweiter Stadionverbote für jugendliche Fußballfans versucht das Fanprojekt mit einem demokratischen Modell die aus pädagogischer Sicht kontraproduktive Schärfe zu nehmen. Das Leverkusener Fanprojekt befürwortet ein Anhörungsverfahren und – wenn möglich – die Bewährungsaussetzung der Strafe für die Betroffenen. Dieses Modell wird auch von den Vereinsverantwortlichen des Bezugsvereins mitgetragen. Ausgehend vom Grundsatz „Nur wer demokratische Verhaltensweisen erfährt, wird diese auch später selbstverständlich in sein Handlungsrepertoire übernehmen“, steht dieses pädagogische Konzept im Kontrast zum vielfach anonymen Umgang mancher Vereine mit den betroffenen Fans und zum eher bestrafenden als präventiven Charakter des Stadionverbotsverfahrens. Insbesondere in der Arbeit mit den Ultras erweist sich der verstärkte repressive Umgang mit jugendlichen Fußballfans als ein zentrales Thema. Dem Fanprojekt ist es durch frühzeitige Intensivierung des Kontaktes in die junge Fanszene hinein gelungen, zu den Ultras ein belastbares Vertrauensverhältnis aufzubauen. Die gemeinsame Initiative von Fanprojekt, Verein und Polizei bezüglich des Umgangs mit der Verhängung von Stadionverboten, belegt, welch positive Auswirkungen es hat, wenn die hohe Vermittlungskompetenz eines Fanprojekts gleichberechtigt in die Diskussionen einbezogen wird.

Zu erwähnen ist schließlich noch die präventive Arbeit an Leverkusener Schulen und Jugendeinrichtungen. In einzelnen Lehrangeboten wird hier das soziale Engagement des Vereins deutlich gemacht und gleichzeitig den Jugendlichen den Blick hinter die Kulissen eines Fußballvereins ermöglicht. Im Rahmen dieses Projekts hält Stefan Thomé als ausgebildeter Anti-Gewalt-Trainer regelmäßig Vorträge zu den Themen Gewaltprävention, Rassismus und Rechtsextremismus und erklärt den Ansatz der Fanprojektarbeit in Schulen, vor Ort im Stadion oder auch in den Räumlichkeiten des Projekts.

Gemeinsam gegen Gewalt und Rassismus: Stefan Thomé, Rudi Völler und Hartmut Gähl von „Awolon“ – ein Kooperationsprojekt

Fanprojekt Leverkusen e. V.

Daniela Frühling und Stefan Thomé

Lichstr. 64
51373 Leverkusen

Tel 0214 8660864
Fax 0214 8660865

E-Mail fanprojekt(at)bayer04.de

Homepage www.fanprojekt-leverkusen.de

 

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